top of page
20220406_164503.jpg

Daniela Klingenstein

Biografie
Oder: Wie die Zeit vergeht

 

Gestalten war schon immer ein Teil meines Lebens und ich hatte das Glück in einer Umgebung aufzuwachsen, die meine Kreativität förderte. Bauen, Malen, Basteln und Zeichnen, ich schätzte die Möglichkeiten, die meine Familie und das ländliche Umfeld boten. So entwickelte ich eine grosse Leidenschaft für gestalterische Prozesse. Ich entschied mich, auch in meiner Berufung das Thema Kunst nicht wegzulassen. Für meine Maturität wählte ich das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten und habe mich an der Pädagogischen Hochschule anschliessend zur Lehrperson der Sekundarstufe I in diesem Fachbereich ausbilden lassen.
Kunst und Kunstschaffen zu unterrichten bereitet mir grosse Freude, jedoch ist es mir wichtig, auch meinen eigenen künstlerischen Ausdruck weiterzuentwickeln. Dies tue ich zurzeit auch Sprachlich: Mein Litteratur- und Linguistikstudium in Fribourg eröffnet mir zurzeit eine neue Welt, einen Einblick in die Kunst der Sprache.


Lost Places
Oder: Wenn Vergänglichkeit zur Faszination wird
​

Ich bin stehts auf der Suche nach dem unentdeckten Neuen und dem verlorenen Alten. Deswegen üben Lost Places auf mich eine besondere Faszination aus. Zu spüren, wie einst ein Ort mit Energie vibrierte und sich vorzustellen, welche Menschen mit ihren komplexen Leben durch diese Räume und Viertel gewandert sind, löst bei mir ein Gefühl aus, dass sich kaum in Worten beschreiben lässt. Die Ruhe nach dem Sturm, die in solchen Umgebungen herrscht, lässt einen Blick in die Vergangenheit zu und erlaubt eine mentale Zeitreise.  Ich tauche in die Vorstellung ein, welche Geschichten solche Orte erzählen. Manchmal zeigen meine anschliessenden Recherchen, dass ich mit meiner Vorstellungskraft gar nicht so weit von der Wahrheit entfernt liege. Mein Ziel ist es, diese einzigartig ambivalente Atmosphäre fotografisch festzuhalten. Durch meine Kunst erforsche ich diese Stimmung. Die Schönheit im Verlassenen, dem Vergessenen und dem Verfallenen ist belebend da sie uns die Vergänglichkeit vor Augen führt. Durch das Spiel mit Belichtung und Farbe möchte ich die Mehrschichtigkeit der zeitlichen Realität erkunden.

Diese Absicht verfolge ich auch in meiner Malerei. Denn nicht alle verlorenen Orte sind mit der Kamera zugänglich. Was ich nicht fotografieren kann, versuche ich zu malen. Es entstehen Unterwasserwelten und postapokalyptische Landschaften und Gebäude, die ebenfalls nicht einfach nur traumatisch wirken, sondern die selbe ambivalente Ästhetik verfolgen.

​

Eventfotografie

Oder: Wo das Leben in vollem Gange ist

​

Obwohl Verlorene Orte meine Lieblingssujets sind, finde ich auch grossen Gefallen an der Eventfotografie. Vielleicht ist es gerade dieser Kontrast zu den "Lost Places" welcher mich reizt. An Festen wie Hochzeiten oder Schulanlässen ist das Leben in vollem Gange. Ich stehe in Kontakt mit Menschen und halte die besten Momente künstlerisch fest.

​

Was mich sonst noch inspiriert

Oder: Warum ich die Welt als Atelier sehe

 

Diverse Inspirationsquellen bereichern mein Schaffen. Mein aktuelles Studium weckte ein Interesse an der Kunst der Sprache welches ich bisher so nicht gekannt habe. Ich experimentiere vermehrt mit Texten, um meinen Bildern noch weitere Dimensionen zu geben. Aber auch andere Künstler:innen, meine Reisen, das Weltgeschehen oder die Literatur im Allgemeinen, die Welt bereichert mich als Individuum. Neben der Fotografie und anderen kreativen Ausdrucksweisen verfolgen einige Projekte auch die Kunstvermittlung. Das bedeutet, ich gestalte ausserhalb des klassischen Unterrichts Einheiten, um Jugendlichen Kunstthemen näher zu bringen. Dieser Austausch mit den ganz Jungen Künstler:innen und Kunstinteressierten ist ebenfalls enorm bereichernd. Mit Acryl, Moos, Kohle oder Collagen erforsche ich zurzeit erst einen Bruchteil der Gestaltungsmittel und bleibe auch hier auf der Suche nach dem unentdeckten Neuen und dem verlorenen Alten. 

bottom of page